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Hautpflege in der Schwangerschaft

Die Schwangerschaft ist eine besondere, eine wunderbare Zeit im Leben einer Frau, ein neues Leben beginnt – nicht nur für das ungeborene Kind, sondern auch für die Mutter. Und die mütterlichen Gedanken sollten nicht ausschließlich um das Wohl des Kindes kreisen, sondern auch um das eigene, denn der Körper verdient jetzt besondere Aufmerksamkeit.

Ausnahmezustand – auch für die Haut

Jede Frau reagiert anders auf die hormonelle Umstellung während der Schwangerschaft. Die Gesichtshaut kann individuell trockener, aber auch fettiger werden. Eine Schwangerschaftsakne ist im ersten Drittel der Schwangerschaft keine Seltenheit, in diesem Fall sollten die betroffenen Areale eine Pflege ohne Öle und Fette erhalten. Bei trockener Haut dagegen dürfen und sollen Gesichtscremes viel Feuchtigkeit sowie auch Fett enthalten, damit die Balance wieder hergestellt wird. Die Reinigung sollte so oder so auf die sanfte Tour erfolgen – seifenfrei und mild sollten Waschlotionen/-gele sein, denn sie sind für alle Hauttypen schonend und verträglich. Die Gesichtshaut dankt es uns auch, wenn sie einmal wöchentlich ein spezifisches „Wellnessprogramm“ erhält, eine auf den Hauttyp abgestimmte Pflegemaske.
Bei nahezu allen werdenden Müttern verändert sich, ebenfalls hormonbedingt, die Pigmentierung der Haut; wenn die dunkleren Flecken im Gesicht stören, lassen sich diese durch gut verträgliches Make up oder auch einen passenden Abdeckstift verstecken. Wenn sich ein Aufenthalt in der Sonne nicht vermeiden lässt, sollte auf jeden Fall eine gute Sonnenschutzcreme, mit einem erhöhten Lichtschutzfaktor, verwendet werden.
Am meisten ertragen (im wahrsten Sinne des Wortes) muss jetzt der Bauch, das kann sich auch durch Spannungsgefühl und/oder Juckreiz bemerkbar machen. Das überrascht nicht, bedenkt man, dass sein Umfang auf Nabelhöhe letztendlich gut einen Meter erreicht – die Haut wird in diesem Bereich also extrem stark gedehnt. Es ist empfehlenswert, dem Bauch ein- bis zweimal täglich eine sanfte, kreisförmige Massage mit einem geeigneten Massagehandschuh zu gönnen und in mit einem geeigneten Produkt, gerne mit einem speziellen Pflege-Öl, einzureiben.
Einen guten vorbeugenden Effekt in Bezug auf die Bildung von Schwangerschaftsstreifen haben so genannte „Zupfmassagen“, mit denen bereits in der 13. Schwangerschaftswoche begonnen werden sollte. Man „rollt“ und knetet dabei vorsichtig die eingecremte/-geölte Haut, indem man sie zwischen Daumen und Zeigefinger nimmt, um sie anschließend wieder auszustreichen. Auch nach der Entbindung sollte man die Haut in diesem Bereich nicht vernachlässigen und bedenken, dass, was 9 Monate benötigt hat, um sich so stark ausdehnen zu können, nicht wieder in „Nullkommanichts“ auf Originalgröße zurückschnellen kann.
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Dr. Hauschka